Labels

Comic (2) Doctor Who (5) Doku (1) Film (5) Games (6) Horror (1) Indy (4) LARP (1) Neuer Tech-Stuff (1) Serie (6) Star Trek (1) Storyworlds (2) Virtual Reality (1) Wrestling (7) Zombies (2)

Mittwoch, 31. Juli 2013

Zafehouse:Diaries - Überleben am Ende der Welt

Eigentlich habe ich langsam Zombies satt. Ich kann Zombies langsam nicht mehr ernst nehmen. Vielleicht hat Plants vs Zombies (was ich sehr cool finde) dazu beigetragen. Vielleicht werden sie auch zu oft benutzt. Mir kommt die Antwort "Nehmen wir doch Zombies" zu leicht daher gesagt vor. Egal ob als Antagonisten in Filmen oder "Schwertfutter" in Games ... Zombies fühlen sich langsam verbraucht an.

Umso erfrischender kommt da "Zafehouse:Diaries" daher, ein Indy-Game mit unkonventionellen Game-Play. Der Spieler übernimmt die Kontrolle über einen zusammen gewürfelten Trupp Survivor, die in einer Stadt nach Hinweisen auf eine baldige Evakuierung durch einen Helikopter suchen. Man gibt jedem einzelnen Aufträge: Durchsuche das Haus nach allem was nützlich sein könnte; erkunde das Nachbarhaus; halte Ausschau nach Zombies; modifiziere Gegenstände; versorg verwundete; bereite eine Mahlzeit zu; usw.
Das die Gruppe nicht automatisch miteinander auskommt und sich die Beziehungen in der Gruppe drastisch verschlechtern können, wenn man sie nicht pflegt, wird dabei zu einem entscheidenden Faktor. Mir ist nicht nur einmal passiert, dass einer in einem Streit einen Stuhl nach dem anderen geworfen hat. Resultat: ein gebrochenes Bein. Diesen Charakter kannst du von nun an nicht mehr auf Erkundungsmissionen schicken...
Ich sprach von unkonventionellem Game-Play. Zafehouse:Diaries präsentiert sich als Tagebuch, in welchem die Resultate deiner gegebenen Befehle schriftlich präsentiert werden. Befehle verteilst du über eine grobe Karte der Stadt, von den Charakteren die du steuerst hast du nur ein Foto und einen kurzen Text. Zafehouse:Diaries schafft es den Horror, den eine Zombieapokalypse darstellen sollte, ganz ohne aufwendige Grafiken oder Animationen zu verkörpern. Dabei gilt die Faustregel: wenn es um Horror geht ist meist weniger mehr.
Das Spiel ist nicht leicht und die Gruppe kann sehr schnell schrumpfen. Doch die zahlreichen Optionen das Spiel durchzuspielen und die Möglichkeit Elemente des Spiels zu customizen machen das Spielen wieder und wieder zu einem großen Vergnügen. Zafehouse:Diaries ist jeden Penny wert!

Dienstag, 9. Juli 2013

The Death of Suicide - Wozu, TNA, wozu?

Eigentlich dachte ich, TNA hätte sich endlich wieder gefangen: mit Aces & Eights wurde ein starkes Stable aufgebaut um einen überraschend guten Bully Ray. Mit einer harten Stipulation hat man Sting aus dem Titel-Geschehen raus gebookt, damit andere die Chance haben. Und die Sendungen "on the road" aufzunehmen mag zwar nicht die günstigste Lösung sein, aber vermitteln die Sendungen inzwischen ein um einiges professionelleres Bild.
Doch kann mir mal bitte einer erklären, was die sich in den letzten zwei Wochen bei der Geschichte um Suicide, Austin Aries, Chris Sabin und dem X-Division Titel gedacht haben?
Erst kämpfen Suicide (als Champion), Sabin und Kenny King um den Titel - ein Match welches Suicide gewinnt. Dann kommt Hulk Hogan mit einem humpelnden TJ Perkins raus (die Fans chanten natürlich: "Who are you?") und erklärt, dass Perkins schon immer Suicide war, und Hogan wissen wolle, wer ihn attackierte um den Platz des Maskierten im Match zu haben.
Spätestens ab hier hat das Suicide-Gimmick seine Existenzberechtigung verloren. Es war tot. Verbrannt. Jede Spannung wurde raus genommen. Was ist denn bitte der Sinn von einer Maske?
Zumal: hat man nicht ewig ein Geheimnis daraus gemacht wer Suicide ist? War da nicht was von wegen "Rache" und "Erlösung"?
Aber nun gut, vielleicht lohnt es sich ja.
Es stellt sich daraufhin heraus, dass Austin Aries das Kostüm geklaut hat und jetzt gegen Bully Ray seinen X-Division Titel gegen einen Titel-Shot eincashen will ("I started Option C") .
Soweit in Ordnung, für mich wäre das jetzt ein Faceturn auf Kosten von TJ Perkins Suicide Maske gewesen. Ein arroganter Opportunist wie Aries würde in meinen Augen sich trotz der "feigen Aktion" gegen den Maskierten als Face etablieren können, wenn er denn eine Bedrohung gegen den Heel-Champion dadurch darstellen würde.
Doch dann kam die Ausgabe vergangene Woche. Aries wurde mit gemischten Gefühlen vom Publikum begrüsst, wobei er mehr positive Reaktionen gezogen hat. Dann kommt jedoch Hogan raus, redet ihn mies (und versucht damit jegliche Face-Reaktionen im Keim zu ersticken) und sagt ihm er müsse seinen Titel nochmal verteidigen - gegen Suicide, der jetzt in Manik umgetauft wurde, und Chris Sabin. Ein Match, welches Sabin gewonnen hat.
Ich bin sprachlos. Warum? Warum zur Hölle? Was hat diese Geschichte gebracht? Sabin war davor schon Champion. Sabin hat auch kein besseres Standing dadurch bekommen. Aries wurde nicht zum Face. Und Suicide ist tot und der Versuch unter dem Namen Manik einfach weiter zu machen ist schlichtweg dämlich.
Warum also?
Warum?
Why?

Und darüber, dass Sting in der einen Woche erklärt, dass er bei der Rekrutierung der neuen Mainevent Mafia auf nichts weiteres achten wird, als darauf, dass weiterhin alle Mitglieder ehemalige World Champions sind, und er in der nächsten Woche Magnus rekrutiert, will ich nicht einmal eingehen.


The Walking Dead 400 Days - ein guter Episodenfilm

Endlich ist der Sommer in Deutschland eingebrochen und auch ich sitze nicht gerne in meiner Dachwohnung und schwitze vor meinem Computer, der sich selber abmüht wie ein Ochse, vor mich hin. Da muss es schon einen besonderen Anlass für geben.
Wie z.B. Walking Dead. Nein, ich rede weder über die Comics noch über die Serie (die von Staffel zu Staffel immer mehr abnimmt) - die Rede ist von der mehr als genialen Spielreihe von Telltale Games.
Nachdem die erste Staffel (The Walking Dead ist ein episodisches Game, man kauft also Folgen) bereits sehr viel Innovation in das "Point & Click" Adventure Genre gebracht hat, wurde nun die Tage der lang ersehnte Nachfolger "400 Days" veröffentlicht.
Ich gestehe, so sehr ich mich auf das Spiel als solches gefreut hatte, so hatte ich doch auch ... Angst ist der falsche Ausdruck ... sagen wir Respekt. Die erste Staffel hat mich emotional wirklich bewegt, wie es nur selten Games schaffen. Ich war wirklich, wirklich besorgt von Clementine und war am Ende wirklich, wirklich deprimiert.
So hab ich es mit gemischten Gefühlen aufgenommen, dass "400 Days" etwas losgelöst von der Handlung der ersten Staffel ist (obwohl es Überschneidungen, vor allem was Schauplätze angeht, gibt). Wenn "The Walking Dead Season 1" ein Game-Pendant zu einer guten TV-Serie ist, dann ist "The Walking Dead 400 Days" ein guter, knackiger Episodenfilm.
Die Charaktere sind alle gut gezeichnet und haben spannende Handlungen. Die Reihenfolge, in denen man die kurzweiligen Geschichten spielt kann man sich selber raussuchen. Meine war: Wyatt; Vince; Shel; Russell; Bonnie.
Gehen wir in dieser Reihenfolge die knappen Handlungen mal durch, ohne wirklich zu spoilern.
Wyatt. Wyatt ist mit seinem Kiffer-Kumpel in einer nebeligen Nacht unterwegs und werden dabei von einem Auto verfolgt, welches man, glaub ich, in den anderen Episoden ebenfalls noch sehen wird. Was ich an der Wyatt-Handlung toll fand war die ausgezeichnet dargestellte Stoner-Buddy-Beziehung zwischen ihm und seinem Kumpel.
Vince. Ich vermute Vince ist der große Bruder von Glenn, welchen wir aus Serie, Comic und der ersten Staffel des Games bereits kennen. Die Geschichte spielt in einem Gefängnis-Bus, was zwar ein cooles Setting ist, aber einen doch was die Interaktion angeht sehr beschränkt. Auch fielen mir die Entscheidungen bei dieser Episode am leichtesten.
Shel. Diese Geschichte ist großartig. Eine große Schwester in einem Diner versucht ihre kleine Schwester zu beschützen. Die Gruppe von Überlebenden, zu denen die beiden gehören, müssen schwere Entscheidungen treffen. Die mit Abstand schwersten Entscheidungen in dem Spiel.
Russell. Diese Episode ist ein wenig Strange. Wir begleiten einen Jungen, der eigentlich nur zu seiner Oma möchte und dann von einem ... Durchgeknallten aufgegabelt wird. Die erfrischenden Charaktere sind das Rückgrat der Episode, jedoch fehlt Abwechslung in den Entscheidungen. Ich hatte das Gefühl, als wäre die Entscheidung immer wieder nur die Frage, ob man den Scheiß noch länger mitmacht.
Bonnie. Bonnie ist ein Ex-Junkie der plötzlich von Fremden angegriffen wird. Naja...
Durch die kurze Dauer der jeweiligen Episode fällt es einem schwer, wirklich eine richtige Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Jedoch fehlt "400 Days" die Längen, die Episoden der 1.Staffel gerne mal hatten. Außerdem ist der Fokus klar auf den menschlichen Horror gelegt - Zombies sind nur im Hintergrund eine Bedrohung. Und durch einzelne Elemente, die in verschiedenen Geschichten in verschiedenen Rollen auftauchen, kann man die Aufrichtigkeit der einzelnen Charaktere in Frage stellen.
Beispiel? Achtung spoiler!
Bonnie wird in ihrer Episode von Fremden mit Taschenlampen durch ein Maisfeld gejagt. Das Maisfeld ist in der nähe des Diners, welches die Gruppe von Shel besetzt und welches von Russell besucht wird. Am Anfang der Shel-Episode macht die Gruppe Inventur. Eine Taschenlampe fehlt, wie sie sagt, seit dem Vorfall im Maisfeld ...
Fazit: Ich kann es empfehlen, muss es aber noch öfters spielen. Garantiert ist es jedoch wieder ein guter Einblick in die Welt von Walking Dead und verdichtet das Universum ungemein.


Montag, 27. Mai 2013

Westerado - es geht also auch in klein ...

Ich schwärme ja gerne von Red Dead Redemption: Es ist mein bisheriger Lieblingstitel von Rockstar mit einem gesunden Verhältnis von Sidequests und Plot, von Ambiente und Action und einer außergewöhnlichen Spielwelt, die in jeder Facette die Freiheit wiedergibt, die man auch im Westen gespürt haben muss. Klar, Rockstar hat ja auch jede Menge Budget - die produzieren ja auf regelmäßiger Triple A Titel.
Ich könnte euch jetzt ewig vortexten darüber wie toll die Dramaturgie in Red Dead Redemption ist. Aber hier geht es nicht um Red Dead Redemption. Hier geht es um Westerado.
Westerado ist ein 16bit Western der zwar vom Gameplay und von seiner Grundprämisse sehr simpel ist, aber sehr viele Möglichkeiten bietet. Ostrich Banditos wissen, dass sie was Graphik u.ä. angeht, niemals mit Rockstar mithalten können. Aber das brauchen sie auch nicht.
Am Anfang hat man eine Ranch, eine Mutter und einen großen Bruder. Letzteren hilft man die Büffel (ja, keine Kühe werden hier gehalten, sondern Büffel) einzutreiben.
Nach getaner Arbeit hat man plötzlich eine Ranch, die gerade dabei ist ab zu brennen, eine Mutter, die erschossen wurde und einen Bruder, der es nicht mehr lange machen wird. Ein Fremder hat die Ranch abgefackelt. Deine Aufgabe ist es nun, diesen Brandstifter zu finden und Rache zu nehmen ... nachdem du deinen Bruder von seinem Leiden erlöst hast.
Man hat in diesem Moment noch keine Ahnung, wie der Brandstifter aussieht - aber für jede gelöste Sidequest wird man mit einem Hinweis belohnt. Und die Anzahl der möglichen Sidequest überrascht einen doch sehr.
Ich habe das Spiel bereits sieben mal gespielt - leider hauptsächlich deshalb, weil es sich ein paar mal aufgehängt hat. Das Spiel ist recht buggy und es nervt, dass man zwar den Stand der erkundeten Karte speichert, aber keinen Spielfortschritt. Und hier und da, wenn man in der Stadt ist und sich zu viele NPCs vor dem Saloon tummeln, lahmt das Spiel gewaltig.
Doch dann hat es wieder seine charmanten Momente: Witze und Wortspiele, wie z.B. die hübschen Frauen, die einem für $50 einen "Hut" machen, das Portrait von Fez als Gemälde in einem Gebäude. Aber zu guter letzt überzeugt die Spielwelt, die sich sehr groß und sehr offen anfühlt.
Mal schauen, vielleicht spiele ich noch eine achte Runde.
Spielen könnt ihr es hier.

Dienstag, 14. Mai 2013

"Barbed Wire City - The Unauthorized Story of Extreme Championship Wrestling" Review

Puh, was für ein langer Titel. Wie der Titel schon sagt geht es mal wieder um Wrestling. Mal wieder eine Film über ECW. Und ich hätte gar keine Review geschrieben, hätte nicht mein Kumpel Daniel Prophet von Genickbruch.com auf seinem eigenen Blog (der sehr lesenswert für Wrestlingfans ist) eine solche angekündigt. Das Experiment mit diesem Blog ist also, zu sehen wie unterschiedlich unsere Meinungen sein können. Wie verschieden schreiben zwei Blogger, die nebenbei begeisterte Wrestlingfans sind, über die selbe Doku?

Der Film wurde in den letzten Tagen von ECW angefangen und wurde als ambitioniertes Kickstarter Projekt fertig gestellt. Ähnlich wie vielen anderen geht mir Kickstarter und die damit verbundene "Bettelei" schon langsam auf den Sack. Aber solche Nischen-Dokus, Indy-Filme usw sind der Grund warum es so etwas wie Kickstarter geben muss.
ECW. Extreme Championship Wrestling. Wenn man mehr als die zwei großen Ligen WWE (oder früher WWF) und WCW kennt, dann kennt man in der Regel ECW. Man kennt diese Liga aus Philly für sein blutiges Wrestling, seine passionierten Fans und für sein Rebellentum. Man kennt ECW als was es war: der laute, ungeliebte Sohn des Wrestlings.
Und da stellt sich schon die wichtigste Frage für mich: Für wen soll dieser Film sein? Zum einen erzählt er uns ewig lang, wie Hardcore der Wrestlingstil der Promotion war. Wie laut und nahezu besessen die Fans waren. Wie wild und exzessiv die Partys waren. Aber wer schon einmal von ECW gehört hat weiß das alles, für den bietet der Film nicht viel neues.
Wer jedoch versucht über den Film ECW kennen zu lernen, der steht ebenfalls auf verlorenem Posten. Denn viel mehr als die wirtschaftliche Entwicklung der Promotion, die brutalen Matches und die begeisterten Fans kommt leider nicht rüber. Es werden außer ein paar ECW Midcarder kaum Wrestler wirklich vorgestellt. Und diese sind auch nur im Film, weil sie interviewt werden.
Raven und Sandman kommen kaum zu Wort, Sabu, Rob Van Dam und Tommy Dreamer sagen gar nichts und Paul Heyman und Taz sind nur in Form von Convention-Mitschnitten vertreten.
Schade, denn für den normalen Fan sind die Charaktere und ihre Geschichten der wichtigste Aspekt an einer Promotion. Ohne ihn kann ein neuer Fan sich kaum was vom eigentlichen Produkt vorstellen. Dieser Aspekt wird nicht bedient und wird auch nicht durch die ganzen Bumps-Einblendungen aufgefangen.
Im gleichen Zug bedient der Film nicht die sogenannten Smarks, die Wrestling-Fans die (eine) Ahnung haben. Denn diese wissen bereits alles, was der Film über die Promotion aus Philly zu erzählen hat.
Also: für wen ist dieser Film? In diesem Punkt ist er für mich schlicht gescheitert.
Ein weiterer Punkt, der mich an diesem Film genervt hat, war diese pseudo emotionale Hintergrundsmusik die gefühlt keine Pause gemacht hat. Dilettantisch wird hier eine Melodie aufgesetzt, die scheinbar nie enden will, um ein Nostalgie-Gefühl zu bekommen. Es ist schwer zu beschreiben, aber stellt euch vor ihr würdet eine Stunde lang die Fandango-Theme hören. Echt schwer zu ertragen.
Vielleicht werdet ihr euch fragen: Kann Marsl auch ein gutes Haar an dem Film lassen? Ja, kann er.
Was den Film nämlich besonders macht ist die Einbeziehung von Fans. Der Film redet also nicht nur davon, wie wichtig der Fan-Kult um ECW für den "Erfolg" der Promotion war, er lässt diese Fans auch zu Wort kommen. Das ist ein wichtiger Punkt, denn hier bleibt der Film einer seiner Aussagen, anders als jetzt z.B. bei The Rise And Fall of ECW, treu.
Auch ist es "schön" zu sehen, wie manche Wrestler sich von 2001 zu 2012 verändert haben. Dadurch werden die Folgen ihrer Arbeit für ECW sehr deutlich. Vor allem zeigt sich das an Axl Rotten, der jetzt unter dem selben Leiden wie Jim Ross leidet und Balls Mahoney, der in den letzten 10 Jahren einfach mal 20 Jahre gealtert ist.
Dieser Film ist keine WWE-Produktion und dadurch kamen auch wichtige Wrestling-Journalisten zu Wort. Ihre Meinung bereichert zwar den Film, aber sie erzählen auch nichts Neues.
Im letzten Punkt möchte ich auf den fehlenden Spannungsbogen eingehen. Statt eine Geschichte mit richtigen Anfang und Ende zu erzählen (und ja, auch Dokumentationen sollten dies tun) handelt er uninspiriert die wirtschaftliche Geschichte der Promotion ab, unterbrochen von Shane Douglas scheinbar unerfolgreichen Versuchen der Reanimation der Liga.

Fazit: Braucht es diesen Film? Nein. Bevor man jedoch zum wiederholten male "The Rise and Fall of ECW" oder einen anderen Film über die Promotion aus Philadelphia anschaut, sollte man doch lieber zu "Barbed Wire City" greifen und den Fans geben, was sie verdient haben - gehört zu werden.

Sonntag, 12. Mai 2013

Randy Orton langweilt mich

So. Da habt ihr es. Randy Orton langweilt mich derzeit ungemein. Er ist für mich derzeit die Verkörperung der Langeweile.
Damien Sandow hat es sehr treffend zusammengefasst, als er die Theme der "Viper" parodiert hat.
Er langweilt mich. Seine Fehde mit Big Show hat keinerlei Würze. Seine Promos und seine Mimik sind einschläfernd. Seine Matches vorhersehbar (soviel zum Thema "Out of nowhere").
Meiner Meinung nach ist Orton an seinem Tiefpunkt seines Reizes angekommen. Egal ob als Legendkiller oder als Anführer von Legacy mit leichten Aggressionsproblemen - er hatte immer mehr Profil als er jetzt hat.
Schade eigentlich nur, dass Leute mit mehr Profil von ihm der Reihe nach besiegt werden.

Freitag, 10. Mai 2013

Star Trek Into Darkness Review - Das Genre ist gerettet


Jetzt, in dem Moment in dem ich diesen Post anfange bin ich eben erst zu Hause angekommen. Ich hab mir kurz eine Maultaschen-Suppe gemacht und sofort Blogger geöffnet, um meine Eindrücke so frisch wie möglich nieder zu schreiben. Denn heute war ich im neuen Star Trek Film.
Ich gestehe, in den letzten Tagen war ich noch nicht wirklich gehyped, was sich aber innerhalb der letzten 24h deutlich geändert hat. Warum kann ich nicht sagen, vielleicht lag es daran, dass ich heute mir den ersten Teil reingezogen habe und ich dementsprechend auf die Fortsetzung angefixt wurde. 
Vielleicht war es aber auch einfach das Filmposter mit Benedict Cumberbatch oder die Euphorie der Anderen, die mich aufgestachelt hat. Benedict Cumberbatch ist in meinen Augen ein sehr starker Schauspieler und ihn auf der großen Leinwand als Bösewicht zu sehen ist schon eine besondere Sache. 
Aber ... wen zur Hölle spielt er? Viele haben vermutet er würde Khan verkörpern, doch J.J.Abrams hat das gleich bestritten.
Nun, kommen wir zu meinem Fazit (zumindest dem Spoiler freien Teil): Der Film hat mich sehr begeistert. Auch wenn ich mich selber nicht als den wirklichen Trekkie bezeichnen würde, so war ich begeistert. 
Der Film hat nicht nur deutlich gezeigt, warum der Reboot eine ausgezeichnete Idee war, er hat mich durchweg unterhalten. Ich habe viel Gelacht, die Spannung hat mich oft mitgezogen und am Ende war ich froh, dass der Eindruck der Trailer, der Film würde hauptsächlich auf der Erde spielen, sich alles andere als bewahrheitet hat.
Was ich jedoch dem Film gut ankreiden kann ist der übermäßige Gebrauch von Lense Flare. Zum Glück habe ich den Film in 2D gesehen - in Stereo hätte ich glaub ich ganz schnell kotzen müssen. Heftiger als im ersten Teil, auch wenn man sich das schwer vorstellen kann.
Ich prophezeie diesem Film mit ausgezeichneten Cast, ausgezeichneter Action, gutem Drive und Humor, nicht nur viel Erfolg: Ich denke, die neue Star Trek Reihe rettet gerade das Genre des klassischen High-Science-Fiction. Zumindest hält sie einsam und alleine die Fahne hoch.
Der Reboot kam zum optimalen Zeitpunkt: Spät genug, um Star Trek nicht mehr wegen seiner alten Serie zu belächeln, spät genug um den Star Trek Durst zu stillen, früh genug um die Trekkies nicht zu verlieren und um nicht komplett neu etabliert zu werden.
Dabei fuhr Abrams mit gewaltigen Bildern und einem mehr als überzeugenden Cast auf. Und der Fakt, dass es ein Paralleluniversum ist, macht die Möglichkeiten unendlich! Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

Und jetzt, wie immer noch die weitere Review mit Spoiler-Alarm. Wer also nicht gespoilert werden will, sollte nicht weiter lesen.

Gut, dann wollen wir mal das wichtigste zuerst klären. 
Natürlich ist er Khan. Gegen Mitte des Filmes gestand Benedict, der bis dahin im Film “John Harrison” genannt wurde, “I am Khan” und ein ehrfürchtiges Raunen ging durch den Kinosaal.
Und dabei macht er eine verdammt gute Figur: ich glaub ihm seine Macht. Egal ob er Leute verprügelt oder Leute so manipuliert, dass man selber sich ihm anschließen möchte - ich hatte Respekt vor ihm. Also Hut ab an die Inszenierung und die Darstellung.
Und wie gut, das JayJay einfach gelogen hat, was Khan angeht. Scheiß auf die Leute, die uns vorher Spoilern wollte. So spielt man ehrlich mit Erwartungshaltungen. Davon hätte man bei Iron Man 3 (siehe meine Review) lernen können.
Aber zurück zum Anfang: der Film fängt mit einer Situation an, die typisch für die alte Serie ist: sie sind auf einem exotischen, fremdartigen und unterentwickelten Planeten. Die Sequenz setzte den Ton für mich: Adrenalin, Humor, Action. Doch irgendwie fehlt da noch was ...
etwas, das direkt danach mit der Einführung von Harrison aka Khan bedient wird. Das Finstere. Das Mächtige. Das Larger-Than-Life-ige.
Ich will diese Review jetzt nicht noch länger machen, deswegen die restlichen Sachen als Stichpunkte:
- Mein Who-Herz schlug natürlich höher bei dem Gastauftritt von Mickey.
- Der Vorgeschmack von den Klingonen hat mir sehr gefallen und ich bin mir sicher, dass sie im nächsten Film eine viel größere Rolle spielen werden.
- Die Abschlussrede von Kirk war mir zu patriotisch - hätte auch von Obama oder Bush sein können.
- Spock und sein Kampf zwischen Logik und Emotionen ist großartig und hat viel zum Film beigetragen.
- Es war doch soo klar wie Kirk überlebt.
I AM KHAN.

Was war denn eure Meinung zum Film? Schreibt mir doch einen Comment unter diesen Post.

Freitag, 3. Mai 2013

Verpasste Chance um El Generico

El Generico war einer der beliebtesten Indy-Wrestler der vergangenen Jahre, wahrscheinlich sogar der beliebteste maskierte Wrestler auf dem Gebiet der Indys.
Sein Gimmick als "Generic Luchadore" war einer der wenigen Beweise dafür, dass Indy Fans außerhalb von Chikara Fun-Gimmicks akzeptieren können.
Er hatte mit Kevin Steen eine der besten Fehden der letzten fünf Jahre, war international erfolgreich und - random fact - wurde Champion der deutschen Wrestlingliga wXw.
Kein Wunder also, dass die WWE ihn unter Vertrag nimmt. Natürlich erstmal ein Development-Vertrag. Während die Internetforen befürchteten, er würde ohne Maske antreten, so war sein Debüt doch maskiert.
Die Freude war groß, doch lange hielt sie nicht an.
Denn bereits sein nächstes Match war ohne Maske unter dem einfallsreichen Namen "Sami Zayn". (Soll das ein Wortspiel sein mit "Semi Sane" also frei übersetzt "Geistig nur halb gesund" ?)
Übrigens war auch für mich der Anblick vom unmaskierten El Generico schwer - es war einer dieser Momente, bei denen man das Bild ganz schnell wegclickt, in der Hoffnung es wäre dann ungesehen und ungeschehen.
Aber nein, ich störe mich nicht wie viele andere daran, dass er für die WWE ohne Maske antritt. Die Maske und sein Gimmick waren was für die Nerdy-Ecke und trotz humoristischem Einschlag bestimmt nicht Massen tauglich. Er wäre so sehr schnell als Witzfigur geendet.
Was ich mich aber wirklich frage ist: Warum kam niemand auf die simple Idee ein Mask vs Mask Match zu booken? Oder Mask vs Hair von mir aus ... was glaubt ihr wie viele gekommen wären, hätte man, wenn auch nur in einschlägigen Foren und auf der NXT Seite, bekannt gegeben, dass El Genericos Maske auf dem Spiel steht?
Außerdem wäre es ein passender Übergang gewesen: die Indy-Fans hätten mit El Generico als Gimmick abschließen können und sich so auf eine Zukunft mit Sami Zayn freuen können und der Mainstream ... dem sind die Indys eh egal.
#VerpassteChance

Mittwoch, 1. Mai 2013

Papers, Please

Wenn es um Indy-Games geht bin ich vor allem ein großer Fan von Serious Games - also Spiele, die nicht unbedingt den Spielspaß im Vordergrund haben (diesen aber im besten Fall besitzen) sondern deren Hauptaugenmerk das Vermitteln von Informationen und Bildung ist. Serious Games klären meist auf angenehm spielerische weise über Misstände auf.
Das wirklich Schöne daran ist die Nähe, die der Spieler in seiner Rolle zu der angesprochenen Ungerechtigkeit erfährt. Wenn ich ein Serious Game spiele will ich zwar gewinnen, bin aber mehr als zufrieden, wenn ich "einfach" eine neue Erkenntnis oder ein besseres Gefühl für ein Problem mitnehme.
Auf der FMX2013 wurden uns mehrere solcher Spiele gezeigt. 
Einen sehr bleibenden Eindruck hat hierbei "Papers, Please" von Lucas Pope hinterlassen.
"Papers, Please" bezeichnet sich selber als einen "dystopischen Dokumentar-Thriller".
Im totalitären Staat Arstotzka werden nun nach sechs Jahren erstmals die Grenzen geöffnet. Dies bietet dir ein neuen Job am Grenzposten und damit verbunden deiner Familie neue Einnahmen und Privilegien. Nun sitzt du am Schalter, vor dir eine riesige Schlange an Menschen die Einreisen wollen. Du musst ihre Ausweise überprüfen und sie notfalls abweisen. Einen nach den anderen.
Was sich anhört wie die wahrscheinlich langweiligste Tätigkeit mit der man seine Zeit verbringen kann bietet jedoch sehr viel Reflektion: Wenn du zu langsam bist, kannst du dir die Heizkosten, Nahrung oder Medizin für deine Familie nicht leisten.
Unter die ehrlichen Einwanderer mischen sich Schmuggler und Spione. Machst du Fehler wirst du nicht nur direkt verwarnt (und mehr) sondern es kann sogar zu terroristischen Anschlägen wegen deinem Versagen kommen. Und die Schlange wird gefühlt auch nie kürzer.
Es ist diese Reflektion, dieses Hinterfragen von Werten und die aufkommende Empathie mit dem unsympathischen Berufsbild eines Grenzwächters (ich hasse Grenzen) die dieses Spiel zu einem reichhaltigen Erlebnis machen. Obwohl die Tätigkeit, die man in dem Spiel übernimmt, nicht langweiliger klingen kann, so will man doch weiter und weiter spielen und es irgendwann wenigstens
schaffen, dass es der Familie ein wenig besser geht.

"Papers, Please" ist in der Beta, work-in-progress sozusagen. Bugs können daher noch auftauchen, aber da daran gearbeitet wird, ist sowas leicht zu verzeihen. 
Man kann es zur Zeit noch umsonst bei dukope.com runterladen. Verfügbar für Windows und Mac.
Ich geh jetzt noch eine paar Pässe abstempeln.

Sonntag, 28. April 2013

Das Rätsel um AJ Styles

TNA Wrestling hat es geschafft: AJ Styles, der sich im letzten Jahr durch ein langweiliges Booking mit bescheuerten Storylines und einem dämlichen Tag Team mit Kurt Angle quälen musste, ist nach einer kurzen Pause endlich mal wieder in einer interessanten Position.
Ein wichtiges Mittel im Wrestling um das Publikum an die Shows zu fesseln sind Rätsel. Wer steckt hinter dem Angriff auf X? Wer ist der Anführer von Stable Y? Wer ist hinter der Maske? Wer steckt hinter den mysteriösen Videobotschaften? Wer ist der Secret-Tag-Team-Partner?
Auf der Road to Wrestlemania sind es ähnliche Rätsel die uns fesseln. Wer wird gegen den Undertaker kämpfen? Wird dieses Jahr die Streak beendet? Wer kämpft um den Titel? Welche Matches schaffen es auf die Card von Wrestlemania?
Dieses Jahr war die Road to Wrestlemania eher schwach, was daran lag, dass man sehr früh wusste wie die wichtigsten Matches der Card aussehen würden. Die anderen wurden eher spontan zusammen geschustert.
Bei TNA bzw Impact Wrestling war jetzt über ein halbes Jahr die Frage wer die Aces & Eights sind. Die Auflösung des Rätsels wurde uns beim letzten Payperview in Form von Bully Ray präsentiert und in der darauffolgenden Folge ausführlich von ihm erklärt.
Doch wenige Wochen bevor es zu dieser Aufklärung kam, wurde uns bereits das nächste Rätsel serviert: AJ Styles.
AJ Styles hatte zuvor, enttäuscht von seinem Pech, TNA den Rücken zugekehrt. Jetzt ist er zurück, in einem deutlich raueren Look als zuvor.
Nun stellt sich nicht nur die Frage, was in AJ Styles Kopf vor sich geht sondern damit auch verbunden die Frage: Für welche Seite im Krieg des Impact Rosters gegen Bully Ray und seine mehr als dominanten Aces & Eights wird er sich entscheiden. Ich bin für euch mal die vier Optionen durchgegangen:

- Aces & Eights: Mein erster Verdacht war, dass er sich der Bikergang unter Bully Ray anschließt. Es würde zwar zum Gesamtbild des Stables passen. Aber wäre das eine kluge Entscheidung? Man erwartet es doch zu sehr. Styles hätte auch keinen Vorteil davon, da er in der Gruppe untergehen würde. Deswegen glaube ich kaum, dass wir ihn demnächst mit Lederweste sehen werden.
- TNA: Er könnte der Retter von TNA sein. Die letzte Hoffnung. Der Lichtblick, der das Roster in die Schlacht führt.
Doch diese Option ist eigentlich schon durch und Schuld daran ist James Storm. Ehrlich gesagt ist mir bei dieser ganzen Geschichte mehr als auf den Sack gegangen. Hätte er Styles nicht von Anfang an provoziert, wäre Styles für die Bittversuche von Hulk Hogan anfälliger gewesen.
Erschwerend kommt hinzu, dass der Feind bereits ein Großteil des Rosters platt gemacht hat.
- Fourtune: Ja, da wäre noch Fourtune Four. Auch wenn die Jungs damals als die gefühlte hundertste Inkarnation der Four Horsemen angefangen haben, so haben sie trotzdem immer ihren Reiz gehabt. Es gibt nur wenige Wrestler, die man als Seele der Company bezeichnen kann. Bei Fourtune sind viele davon.
Die Vorstellung, dass es eine Reunion von Fortune (vielleicht in einer modifizierten Konstellation (ohne Storm)) ist, die Aces & Eights aufhalten wird, gefällt mir sehr gut. Es wäre ein sehr effektiver Push für alle Beteiligten.
- "I have no allies!": Styles würde am meisten davon profitieren, wenn er sich mit Niemanden verbündet. Ein Vigilant ohne Freunde. Alleine gegen Gott und die Welt. Ein Anti-Held könnte damit geschaffen werden.

Vielleicht hilft er Hogan, vielleicht zieht er bald die Lederkutte an, vielleicht wirft er bald die vier Finger wieder in die Luft ... und vielleicht bleibt er sich selbst am nächsten.
So oder so, alle Augen liegen auf AJ Styles.

Samstag, 27. April 2013

Einstieg in Doctor Who



Keine Serie schreit so laut "GEEK!" wie Doctor Who:
Mit bisher elf Inkarnationen des Protagonisten und unglaublich vielen Sidekicks und Rivalen bietet kaum eine andere Serie so viel Möglichkeiten für Cosplay; als Sci-Fi Serie von BBC verbindet Doctor Who nerdy Sci-Fi Themen mit überzogenen, britischen Humor; die Geschichten werden so episch erzählt, dass alle Fans der Serie dafür sorgen, dass alle, die sie nicht kennen, dennoch davon erfahren, wie gut sie war; mit einem Start der Serie im Jahr 1963 existiert die Serie dieses Jahr bereits 40 Jahre lang - womit sie die längste und erfolgreichste Science-Fiction-Serie der Welt ist; Merchandise der Serie ist begehrter als bei jeder anderen Serie;

Da kommen dem unbeholfenen Seriennoob natürlich viele Fragen:
Wo fängt man am besten mit Doctor Who an? Welche Folgen von Doctor Who sind Must-See-Folgen?
Welche Doctor Who Folgen kann man getrost auslassen?
Deutsch oder Englisch?
Englisch! Es gibt keine Entschuldigung, es auf Deutsch sich anzuschauen!!
Ich sage immer: der 9. Doctor ist der optimale Start. Andere wieder sagen, man würde mit dem 11. Doctor den besten Einstieg haben.
Ich empfehle tatsächlich mit dem 9. anzufangen und notfalls die ein oder andere Folge zu überspringen. 
Nicht jede Doctor Who Folge ist sehenswert. Für euch, meine vereehrten Leser, habe ich hier einen kleinen Guide zur ersten Staffel erstellt.

Doch zuerst eine kurze Einführung zum 9. Doctor, die ich beide aus Wikipedia.de geklaut habe:
Der neunte Doktor (Christopher Eccleston) ist – obwohl er wie der vierte Doktor im Angesicht der Gefahr gerne scherzt – in seiner Persönlichkeit recht melancholisch und in sich gekehrt. Dies ist womöglich darauf zurückzuführen, dass er Schuldgefühle hat, weil er zwischenzeitlich seine eigene Spezies, die Timelords, zur Beendigung des Time War (in der deutschen Synchronisation auch Ewiger Krieg) verschwinden ließ und seitdem anscheinend der letzte seiner Art ist, was ihm zudem ein Gefühl der Einsamkeit gibt. Er sieht sich als letzten Angehörigen der großen und mächtigen Timelord-Kultur. Wohl zur Betonung dessen bezeichnet er die Menschen mitunter in Momenten der Ungeduld abfällig als „dumme Affen“ („stupid Apes“), (...)  . Ein häufig von ihm verwendeter Ausspruch ist „Fantastisch“ (Fantastic). Insgesamt ist er die wohl raueste Inkarnation des Doktors, was sich auch in seiner Kleidung widerspiegelt.

Bei dem Folgenden Guide zur ersten Staffel nenne ich erst die Nummer und den Titel der Folge, gefolgt von einer Wertung, einer Synopsis und einer Begründung, warum die Folge die vorherige Wertung bekommen hat. Achtung, letzteres kann Spoiler enthalten.

1.01 Rose
Must See!
Ein Fremder retten die Verkäuferin Rose Tyler vor lebendig gewordenen Schaufensterpuppen und stellt sich als "der Doctor" vor.
Durch die Folge muss man durch. Zwar ist das ganze etwas Euro-Blurry gedreht worden und man ist bei Zeiten doch recht überfordert mit den Sachen die vor sich gehen, aber man erfährt, wer der Doctor ist, Rose wird eingeführt und die gesamte Thematik der Serie wird aufbereitet. Auch wenn das "Lebende Plastik", welches als Monster-of-the-week dient, eher unfreiwillig komisch wirkt, ist es doch eine ehrliche Anknüpfung an die alte Serie (die Schaufensterpuppen kamen vor allem beim 3. Doktor vor).

1.02 The End of the World
Nice to watch!
Rose reist mit dem Doctor in das Jahr 5 Milliarden. Auf Platform One werden sie Zeugen des Endes der Erde.
Diese Folge erinnert stark an Douglas Adams oder Terry Pratchett. Nett zum anschauen, vor allem da es sich um die ersten Ausserweltlichen Erfahrungen von Rose handelt, aber keine Folge, die OMG ist.

1.03 The unquiet dead
Nice to watch!
Rose und der Doctor landen in Cardiff im Jahre 1869. Sie lernen Charles Dickens kennen und müssen sich um ein Problem kümmern.
Die erste Reise in die Vergangenheit und schon haben sie es mit etwas Paranormalen zu tun. Diese Folge ist die Grundlage für viele andere "Nice to watch!" Episoden, genauso wie für die Spin-Off Serie "Torchwood".

1.04 Aliens of London (pt1)
Well ... no.
Zurück in London erleben Rose und der Doctor die Bruchlandung eines Alienschiffes. Doch es ist nur ein Ablenkungsmanöver...
Das Debüt der vielleicht lachhaftesten und nervigsten Aliens bei Doctor Who. Würde hier nicht Harriet Jones debütieren, würde ich ganz von dieser Doppelfolge abraten ...
Edit: Ich hatte der Folge erst ein Nice to watch! gegeben. Dies habe ich rückgängig gemacht, da Harriet Jones eher im zweiten Teil präsent ist.

1.05 Aliens of London (pt2)
Nice to watch!
Die Abgeordnete Harriet Jones entdeckt, dass die Slitheen Downing Street No. 10 unterwandert haben.
Man sollte natürlich den ersten Teil des Zweiteilers gesehen haben. Deutlich besser als die erste Folge, auch wenn es keine Entschuldigung für die grauenhaften Slitheen gibt - furzende Aliens passen nicht unbedingt in die restliche Tonalität der Serie.

1.06 Dalek
Must See!
Der Doctor landet in dem Alienmuseum Henry van Stattens, weil er einen Notruf erhielt. Er ist entsetzt, als er dessen Absender sieht...
Diese Folge ist EXISTENTIELL für Doctor Who! Sie ist der Hauptgrund warum ich empfehle mit dem 9. Doctor die Serie anzufangen. Hier werden die Daleks als ernsthafte Bedrohung korrekt eingeführt und ohne diese Folge versteht man weder den Hass noch die Angst vor den schwebenden Pfeffermühlen!

1.07 The Long Game
Nice to watch!
Im Jahr 200.000 untersuchen der Doctor, Rose und ihr Begleiter Adam, was in der Entwicklung der Menschen schiefgegangen ist.
Die Folge ist jetzt nichts besonderes, aber hilfreich für das Staffelfinale.

1.08 Father's Day
Must See!
Rose will nach 1987 reisen, um ihren Vater, der seinerzeit einsam gestorben war, auf seinem letzten Weg zu begleiten.
Auch wenn die Kreaturen grausig gemoddelt und animiert sind, so erfährt man doch sehr viel über das Wertesystem des Doctors, über den Charakter von Rose und über die Probleme von Zeitreisen.

1.09 The Empty Child (pt1)
Must See!
London 1941: die TARDIS landet bei einem deutschen Luftangriff. Fast genauso bedrohlich scheint aber ein seltsames Kind zu sein.
"Are you my mummy?" Gruselige Kinder mit gruseligen Gasmasken. Debüt von Jack Harkness. Die erste von vielen großartigen Doctor Who Folgen aus der Feder des späteren Show Runners Steven Moffat.

1.10 The Doctor Dances (pt2)
Must See!
Gemeinsam mit Capitan Jack Harkness, einem anderen Zeitreisenden, findet man heraus, was es mit dem Kind auf sich hat.
Der Abschluss der genialen Doppelfolge in der, neben dem guten Horror, viel Charakterentwicklung passiert.

1.11 Boom Town
Well ... no.
Die Bürgermeisterin von Cardiff plant, einen Kernreaktor zu bauen. Der Doctor erkennt den wahren Verwendungszweck.
Nur sinnvoll wenn man 1.03, 1.04 und 1.05 gesehen hat. Stichwort: Furzende Aliens.

1.12 Bad Wolf (pt1)
Must See!
Der Doctor, Rose und Captain Jack finden sich auf Satellit 5 wieder, wo sie in merkwürdige Spiele verwickelt werden.
Der erste Teil des Staffelfinales, stark basierend auf 1.07.

1.13 The Parting of the Ways (pt2)
Must See!
Das TARDIS-Team erkennt, welche Bedrohung hinter den Ereignissen auf Satellit 5 steht. Jeder für sich beschließt, zu handeln.
Ende der ersten Staffel mit wichtigen Entwicklungen für die Charaktere. Vor allem dank 1.06 sehr beeindruckend. Und es heißt: Good Bye, Nine - Hello Ten!

Und damit sollte der Einstieg getan sein. Die nächste Staffel wird leichter zum anschauen sein und dabei das Drama&Epic Level deutlich erhöhen.

Stimmt ihr mit meiner Auswahl überein? Schreibt mir ein Comment bevor ich Teil 2 poste



André doesn't worry, is happy!


André the Giant, über 2,15m groß und über 220kg schwer war er nicht nur wegen seiner außergewöhnlichen Körperlichkeit einer der größten Wrestler aller Zeiten. Er ist an einem Herzinfakt gestorben.
Was glaubt ihr: welchen Ratschlag würde er heute einem gestressten Menschen wie mir  geben? Ganz einfach:

update: hier sollte eigentlich ein Video sein. Da aber irgendwie YouTube und Blogger ein Problem miteinander zu haben scheinen, hier nur der Link und ein Bild von André!

http://youtu.be/HYp3t147t1Y


Day of the Harlem Shake!

Eigentlich ist der Harlem Shake als viraler Hype schon längst rum.
Eigentlich war der Harlem Shake nie wirklich gut.
Aber Day of the Tentacle war es!
Meine geschätzte Kommilitonin Franziska hat mit mir  Frame für Frame diese Charaktere aus Day of the Tentacle (und anderen Games des nun geschlossenen Lucas Arts Studio) animiert.
Ein Versuch, dem Harlem Shake wenigstens etwas gutes zu verpassen.

Iron Man 3 Review - Mixed Feelings

Ich hatte gestern Abend das Vergnügen, als Besucher der FMX2013, in die Premiere des neusten Marvel-Films zu gehen: Iron Man 3. Dies war die offizielle Deutschlandpremiere.


Die Tickets gab es zwar umsonst auf der FMX2013, jedoch auch leider in sehr begrenzter Anzahl. Die Nachfrage war deutlich Größer. Eine der häufigsten Fragen, die Konferenzteilnehmer sich untereinander immer wieder gestellt haben war: "Hast du auch ein Ticket für Iron Man 3 bekommen?"

Das ganze Spielchen ging sogar so weit, dass Leute die Tickets (die sie umsonst bekommen haben) verkauft haben!
Man kann also sagen die Stimmung war allgemein sehr euphorisch. Warum auch nicht? FMX ist die wahrscheinlich größte und wichtigste Konferenz für u.a. VFX auf dem europäischen Festland - und garantiert eine der wichtigsten Weltweit. Und unter dem restlichen Publikum befanden sich Comic-Nerds, Animationsfans, Transmedia-Enthusiasten ... eigentlich das perfekte Publikum.
Und warum sollte ich, als alter Marvel Fan, nicht auch mehr als begeistert sein? 
Tony Stark, der Narzisst unter den Comic-Helden ist zurück auf der großen Leinwand. Und dazu der mehr als epische Trailer zum neuen Teil.
Doch für mich war das i-Tüpfelchen die Vorfreude auf den Schurken des Films. Der Nemesis, der Erzrivale des eisernen Playboys, der Schrecken des fernen Ostens, der rechtmäßige Nachfolger von Dschingis Khans: Der Mandarin.
Die Poster und Trailer haben uns Ben Kingsley in der Rolle des Superschurkens gezeigt. Sein Auftreten, sein Outfit - alles deutete für mich, und viele andere Fans, auf eine recht moderne, doch trotzdem der Idee der Comics gerechten, Verkörperung des Mandarins. 
Die Mischung aus martialischer Camouflage und fernöstlicher Seide macht ihn zu einem Warlord-Charakter mit mystischer Tradition - und genau das erwartet jeder, der den Mandarin kennt.
Vorfreude, Vorfreude, Vorfreude.
Bereits eine halbe Stunde vor Einlass war die Vorhalle des Kinos gefüllt und die Stimmung erinnerte an die Titanic ("Panik!","Frauen und Kinder zuerst!"). Wir waren verdammt stolz darauf den dritten Teil der Iron Man Reihe noch vor allen anderen zu sehen.
Nach einer kurzen Begrüßung der FMX Veranstalter wurden wir darüber aufgeklärt, dass wir während der Vorführung von Wachpersonal mit Nachtsichtgeräten überwacht werden würden. Kein Problem damit, schließlich will ich auch nicht das ein Film gleich nach der Premiere auf irgend einer Torrent Seite landet. Das degradiert nicht nur die Premiere, sondern ist auch einfach bescheuert.

Und dann ging's los. Wer nicht gespoilert werden möchte, sollte jetzt nicht mehr weiter lesen.

Okay, der Film fängt an mit einem Rückblick in Tonys Playboy Vergangenheit. 1999, Bern, Switzerland. Ich musste schon sehr laut lachen als mit "I'm Blue!" richtig gut-schlechter Euro-Beat durch die Boxen dröhnte und Tony Stark auf einer Party in der Schweiz mit einem Namensschild "You know who I am!" sein Ego raushängen lässt.
Eben dieses Ego ist in der nächsten Sequenz angeschlagen. Tony Stark kann nicht schlafen. Er fühlt sich wie ein Insekt nach den Ereignissen von "New York" - wird er auf das, was in Avengers passiert ist, angesprochen, hyperventiliert er. Tony ist nur ein Mensch zwischen Aliens und Göttern. Deswegen kann er nicht schlafen - und wenn hat er Alpträume. Ein gebrochener Held.

Doch diese Momente schimmern nur immer wieder mal durch - die meiste Zeit ist er sich immernoch bewusst das er ein verdammt reiches und gut aussehendes Genie ist. Die Momente, in denen er mit einer Selbstverständlichkeit seine Dreistigkeit ausspielt sind die besten.
Ich will nicht alles hier in Ausführlichkeit nacherzählen. Ich will damit nur sagen, dass der immer wieder durchzogene Kontrast zwischen gebrochenem Superheld und Larger-Than-Life Stark.
Der Moment an dem Iron Man öffentlich den Mandarin zu einem Kampf herausfordert und im Fernsehn seine Privatadresse in Malibu verrät ist großartig. Vor allem deshalb, weil er sich dabei selbst überschätzt hat und alles dem Erdboden platt gemacht wird.
Doch wenn wir schon beim Mandarin sind, so kommen wir zu dem Grund dieser Preview. Ich liebe die Darstellung von Ben Kingsley als Mandarin: die Nachrichten, die er an die Medien sendet, das Auftreten zum Dreh und das Zerschmettern der Glückskekse (die gar keine Chinesische Erfindung sind, sondern eine Amerikanische!) - all das passt wundervoll. Er wirkt wie ein Schurke mit Macht.
Doch dann kommt die Auflösung: Mandarin (Ben Kingsley) ist nur ein Drogensüchtiger Schauspieler der von Eldritch, dem eigentlichen Superschurken (mal wieder ein Wissenschaftler, der in der Vergangenheit von Stark verarscht wurde) als Marionette für die Fernsehauftritte dient. Am Ende verrät sogar Eldritch: "Ich war der Mandarin von Anfang an!"
Ich hätte nicht enttäuschter sein können. Aus den Comics und aus der Cartoonserie der 90er kennen wir den Mandarin wie folgt (ich zitiere Wikipedia):

"Der Mandarin ist einer der ältesten und mächtigsten Erzfeinde von Iron Man. Er stammt aus einer alten und reichen chinesischen Familie, die angeblich von Dschingis Khan selbst abstammt. Durch die Kulturrevolution verlor die Familie ihren Reichtum. Besessen von dem Gedanken, die Macht seiner Familie wiederherzustellen, erforschte Mandarin alte Schriften, um hinter das Geheimnis von Dschingis Khans Macht zu kommen. 
Sein Weg führte ihn schließlich ins Tal der Geister; dort entdeckte er das Grab eines alten Mongolenfürsten. In diesem Grab fand er ein altes außerirdisches Schiff und darin zehn „magische Ringe“. Er studierte viele Jahre lang die Technologie des Schiffes und lernte, die Macht der Ringe zu nutzen, die aus einer speziellen Eigenschaft je Ring besteht (z. B. Hitze-Emission, Materie-Umgestaltung, Desintegrations-Strahlen etc.). Der Mandarin sieht sich selbst als Erbe des Dschingis Khan und will fortsetzen, was sein Vorfahr begann: Die Eroberung der Welt."

Eldritch ist nichts davon und das hat mir den Film versaut. Auch das Auftreten der ganzen ferngesteuerten Iron Men ist im ersten Augenblick zwar sehr geil, im nachhinein aber too much. Man stellt sich die Frage: warum muss Tony Stark überhaupt noch die Rüstung anlegen?
Dem Film würde ich als solches 8/10 Punkten geben, weil mir der Kontrast im Protagonisten gefällt, weil er Humor hat, weil er gut aussieht und weil die Action gut kommt.
Als Comic Fan würde ich ihm jedoch nur 4/10 geben. Weil sie dem Comic-Fan-Boy damit ein großes "Fuck You" gegeben haben.
Jörg Ihle hat einen Vortrag auf der FMX zum Thema Storyworlds gehalten. Darin erklärte er, dass man nie die Continuity einer Storyworld brechen darf. "Stay true to the rules of your world or it will break your neck!"
Marvel hätte es besser wissen müssen...